DIN 50291

genauer: DIN EN 50219-1 und DIN EN 50291-2

Zulassungsforderungen und Prüfverfahren für CO-Melder

Der Normalverbraucher muss davon im Detail überhaupt nichts wissen. Nach diesen Normen werden CO-Melder sehr umfangreich typgeprüft, bevor sie auf dem deutschen Markt verkauft werden dürfen. 40 + 10 Seiten Text, die Hälfte davon reine Prüfanweisung. Sie sind mit wissenschaftlicher Akribie zusammengestellt, um alle erdenklichen Umstände zu berücksichtigen, aber auch um schummelgeneigten Anbietern keinen Spielraum zu lassen. Eine solche Prüfung dürfte im qualifizierten Fachlabor einige Tage dauern und mindestens hoch vierstellig kosten.

Außer der bestandenen Typprüfung wird aber nichts mehr gefordert. Für die Serien-Exemplare ist bis zum Ende ihrer Lebensdauer überhaupt keine Prüfung vorgesehen; zumindest bleibt die Norm in diesem Punkt stumm und fühlt sich nicht zuständig.

Trotzdem ist sie wichtig, denn nach ihr richtet sich, etwas vereinfacht und mit alternativem Prüfgas, das Testverfahren von CO-Melder-Pruef-Shop. Speziell die obligatorische Standard-Prüfung mit 350 ppm CO-Gaskonzentration leitet sich von den hier beschriebenen Vorgaben ab; sie ist also weder Zufall noch auf eigenem Mist gewachsen.

Die Norm 50291-2 (zurzeit in Überarbeitetung, deshalb "Entwurf") beschreibt Zusatzforderungen für mobil eingesetzte CO Melder, die über das Normale hinaus auch für LKW, Boote und Wohnmobile zugelassen werden. Stichworte: Schock- und Falltest, Spritzwasserschutz, Vibrationen und elektromagnetische Verträglichkeit.

CO-Melder, die für diese Verwendung nicht ausdrücklich zugelassen sind, können trotzdem geeignet sein. Man weiß aber nicht, ob sie durchgefallen sind oder nicht getestet wurden. Das ist ja auch eine Kostenfrage.

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