Rund um das Verbrennungspapier

Einige Anwender rätseln, was es mit dem geheimnisvollen "Papier" überhaupt auf sich hat.

Nebenstehend also noch einmal Zweck und grafische Darstellung. Solche Streifen schneidet man mit der Schere aus und spannt sie im Aluminium-Brennständer ein. Ausreichende Mengen davon werden auf A4-Bögen gedruckt und mitgeliefert.

Warum überhaupt Papier?

Man könnte auch andere Materialien zur CO-Erzeugung verbrennen, z.B. Kerzen, Lampenöl, Zigaretten, Räucherstäbchen, Kienspäne, Wollfäden oder Streichhölzer. In der Vorentwicklung der Prüfgeräte wurde viel probiert, aber kein Material reicht auch nur entfernt an die Möglichkeiten von Papier heran.

Die Verwendung von Papier in Verbindung mit dem passenden Ständer ist die zentrale "Erfindung". Sie macht Prüfgeräte ohne Beistellung eines CO-Messgerätes möglich, indem die vorbestimmte Konzentration an Kohlenmonoxid - 350 ppm sind ja nur 0,35 Promille - mit angemessener Toleranz erzeugt und konstant gehalten wird.

Technische Vorteile

  • Papier zündet zuverlässig und verbrennt raucharm.
  • Es brennt in Schrägstellung gleichmäßig und berechenbar.
  • Es enthält fast keine Kohlenwasserstoffe, so entsteht trockenes Abgas ohne Gefahr von Kondensation im CO-Melder. Es entstehen auch keine Störgase wie Wasserstoff, Methan oder Schwefelwasserstoff, die den CO-Sensor irritieren könnten.
  • Die Verbrennung stoppt an der Einspannstelle. Kein nachglimmen, kein Ascheflug, so ist die verbrannte Menge immer gleich.
  • Es lässt sich mit der Schere beliebig portionieren und formatieren,
  • und das erlaubt vorgedruckte Formate zu geringsten Kosten.
  • Die Ausbeute an Kohlenmonoxid ist gut, es werden um die 100 Milligramm Papier verbrannt, die Größe einer Briefmarke.

Der letzte Punkt erfordert konstruktive Maßnahmen im Brennständer, damit die Verbrennung unter Sauerstoffmangel abläuft. Im freien Feuer müsste man für die passende CO-Ausbeute deutlich mehr Papier verbrennen.

Verbrennungspapier grafisch erklärt